Interview mit Bernd Theumert

Interview mit Bernd Theumert, 2. Vorsitzender der Oase-Initiative e.V.

 

Aus welcher Idee heraus ist die Oase entstanden?

Bernd
: Esther, meine Frau, hat sie ins Leben gerufen. Sie hatte in ihrer Kindheit sexuellen Missbrauch durch ihren Vater erlebt, und wir wollten ein Haus für Frauen, die die gleichen Erfahrungen gemacht haben. Ich habe darauf ein Haus in Velbert gefunden, das Frau Dr. Kinzler gehört. Wir haben uns dann mit ihr zusammengesetzt und ihr unsere Vision vorgetragen. Sie war sehr sozial eingestellt und fand daher die Idee sehr gut. Sie hat uns dann ihr schönes Haus zur Miete abgegeben. Für uns ging es dann weiter mit der Renovierung – Arztpraxis, Warteräume und ähnliches mussten zu 10 Appartments umgebaut werden. 2011 hatten wir gemietet und gleich kamen die ersten Bewohnerinnen. Das hat Gott so geführt und es zeigte uns, dass der Bedarf da war, um Hilfe für die Frauen zu finden.

 

Wo habt ihr denn in dieser Zeit gewohnt?

Bernd: Wir wohnten am Anfang ca. drei bis vier Jahre im Obergeschoss, in einer größeren Wohnung, die später zu einer WG umgestaltet wurde, in der praktisch Frauen, die sich gut verstehen, also eine WG in der WG, zusammen wohnen können. Wir mussten uns als Familie dann räumlich abgrenzen, da auch nachts die Frauen kamen mit Fragen und Nöten. Das konnten wir für unser Familienleben nicht mehr tragen, da auch die Freizeit „belegt“ war.

 

Wer ist jetzt nachts für die Frauen da? Haben sie einen Ansprechpartner?

Bernd: Sie sind jetzt auf sich gestellt. Wenn sie Bedarf haben, sind Esther und Michaela Langenbruch für sie da.

 

Ihr habt euch dann mit dem Neubau des Hafenzentrums vergrößert.

Bernd: Wir haben den Altbau für Frauen, die dort auch längerfristig leben können. Es fehlte aber an Platz für unsere weiteren Aktionen, wie Lobpreis, aufbauende Seminare und eine Wohnung für unseren Hausmeister. Wir haben jetzt die Möglichkeit, dort auch Menschen, die kurzfristig Hilfe brauchen, bis zu zwei Wochen, zu betreuen. Dafür gibt es insgesamt 4 Appartements mit jeweils einer kleinen Küche.

 

Was sind im Moment eure größten Herausforderungen?

Bernd: Erstmal sind wir dankbar, dass uns unser Herr zur Verfügung stellt, was benötigt wird, auch finanziell. Und dass Esther sehr gut mit den Bewohnerinnen umgehen kann. Eine Herausforderung ist, dass sich neue Frauen erst eingewöhnen müssen. Das führt manchmal zu Konfrontationen mit den Bewohnerinnen. Esther muss dann vermitteln. Und der Hof vor dem Hafenzentrum mit den Parkplätzen ist noch nicht fertig.

Vielen Dank für das Gespräch.

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